Internat. Kongreß: Ungehorsam! Disobedience!

Vom 27.-29. Januar 2012 findet in Dresden ein internationaler Kongreß mit dem Thema “Ziviler Ungehorsam und kollektiver Regelverstoß” statt.
Auf der Internetseite heißt es:
Aktionen des zivilen Ungehorsams haben weltweit Konjunktur: in Kairo, Madrid, Athen, New York, Frankfurt . überall gehen Menschen auf die Straße. Die Zelte und Platzbesetzungen, die Blockaden und Flashmobs zeigen unmissverständlich, dass eine neue globale Generation von Ungehorsamen, Empörten und Wutbürger_innen entstanden ist. Gegen Prekarisierung, Perspektivlosigkeit und erstarrte Autoritäten entsteht die Forderung nach direkter Demokratie und Partizipation an politischen Entscheidungen.
mehr hier.

Symposium der Friedensbewegung in Jondal/ Norwegen, vom 5.-8. August 2011 – Bericht

Die 30 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Friedensgruppen (siehe 31.7.2011) hatten das Ziel, eine landesweite Aktion zu finden, wo sich die ganze norwegische Friedensbewegung dahinter stellen könne. Man kann die Veranstaltung also mit der ,Strategiekonferenz’ vergleichen, welche die deutsche Friedensbewegung am Anfang eines jeden Jahres zum gleichen Ziel abhält.

Die norwegische Friedenssteuergruppe aus Oslo hat diese Gelegenheit wahrgenommen, für ihr/unser Thema zu werben. Daher war man sehr an einer deutschen Teilnahme interessiert.

Gewählt wurde am Ende der Tagung allerdings ein anderes Thema: Die Gründung eines eigenständigen Friedensfonds, wo Beiträge und Spenden gesammelt werden sollen, die dann speziellen Friedensprojekten zur Verfügung gestellt werden können; als Prinzip vergleichbar mit der deutschen Bewegungsstiftung. Die Vision ist, das (Steuer-)Geld für Frieden selber in die Hand zu nehmen.

Johann Galtung zum Thema “Friedenssteuer”: Wird nicht klappen in Ländern, die NATO-Mitglied sind. Diese Länder (also auch Deutschland und Norwegen) sind zu festgefahren in ihrer Rüstungspolitik. Wir sollten trotzdem an unseren Zielen festhalten und uns dabei in der ,Transcend-Methode’ schulen. Das ist Galtungs Methode, Konflikte zu analysieren, zu transzendieren und ohne Gewalt mit allen Betroffenen zu bearbeiten bis hin zu einer für alle akzeptable Lösung.

Andere angekündigte Referenten (Politiker aus USA und Norwegen) hatten im letzten Moment leider abgesagt. Der deutsche Beitrag von Gertie Brammer “Friedenssteuer” bekam viel Aufmerksamkeit.

Friedenskonvokation Kingston/Jamaika – Nachlese

Bei der Tagung vom 17.-25. Mai 2011 wurden zur Eröffnung drei Referate gehalten, eines von Margot Käßmann. Darin sprach sie die schändliche Rolle der Rüstungsexporte an:

“Unsere Volkswirtschaften profitieren von der Gewalt und dem Krieg, den wir beklagen. Die Kirchen können angesichts dieser furchtbaren Situation nicht schweigen! …

… Es geht darum, dass Kirchen in der ganzen Welt die Regierungen ihrer Länder herausfordern, Herstellung, Finanzierung und Kauf von Waffen zu stoppen. Es ist ein Skandal, dass Waffenproduktion und -handel eine Quelle wirtschaftlichen Reichtums sind.”

Das ganze Referat liegt auf der Seite “Gewalt überwinden

Oder download hier: 2011-05-18_kaessmann-kingston-ansprache.pdf

Perspektiven für Frieden – Konferenz in Norwegen

Die Friedenssteuer-Leute aus Norwegen haben uns eingeladen, an folgender Konferenz teilzunehmen. Gertie Brammer ist von uns dabei.

Thema: Perspektiven für Frieden

Termin: 5. – 7. August 2011
Ort: Jöndal, Norwegen (100 km östlich von Bergen, am Hardanger Fjord)

Programm:
5. August

  • Eintreffen
  • Workshop der IFFF (Internationale Frauen für Frieden und Freiheit)

6. August

  • Internationale Friedens-Großwetterlage – Analyse von Johan Galtung
  • USA, Nahost und der Weltfrieden – Analyse von Dennis Kucinich, Senator in Washington (Quäker)
  • Was können wir von Deutschland lernen in Sachen Friedenssteuer (Zivilsteuergesetz) – Gertie Brammer
  • Hiroshima – Johan Galtung

7. August

  • Waffenhandel oder Friedenspolitik – Workshop mit Sara Nes + Alexander Harang
  • Was können wir von den USA lernen in Sachen Friedenssteuer? – Dennis Kucinich
  • Diskussion mit Johan Galtung, Dennis Kucinich und Parlamentsmitglied Langeland.

Jahrestagung 11.-13. März 2011 vom Netzwerk Friedenssteuer

Anmeldung bei Hannelore Morgenstern so bald wie möglich.

Freitag, 11. März 2011

Nürnberg im “eckstein”
Burgstraße 1-3, 90403 Nürnberg

öffentliche Veranstaltung

GEGEN  GEWALT  STEUERN
Zivilsteuer – Weg aus struktureller Gewalt?

Vorträge (mit anschl. Diskussion)
18.30 Uhr RA Ullrich Hahn (Präsident des internationalen Versöhnungsbundes)
“Strukturelle Gewalt”: Gewaltstrukturen – Auswirkungen – Lösungswege

19.30 Uhr Sepp Rottmayr (Netzwerk Friedenssteuer, Ko-Autor Gesetzentwurf Zivilsteuergesetz)
“Zivilsteuer”: Auflösung einer Gewaltstruktur

Wir leben in Strukturen, in denen es Opfer und anonyme Täter gibt, Verletzte, Tote und Nutznießer. Dafür steht der Begriff “Strukturelle Gewalt”. Empathie und Solidarität mit den Opfern motivieren und verpflichten uns, solche Gewaltstrukturen aufzulösen. Sie sind nicht Schicksal oder dämonisches Werk, sie sind durch Menschen geworden und werden durch Menschen gestützt.
Die Vorträge wollen Gewaltstrukturen bewusst machen und am Beispiel der Zivilsteuer zeigen, dass sie aufgelöst werden können und müssen.

Danach geht die Tagung in Heilsbronn weiter. 

Sept. 2010 – Arbeitstagung des Netzwerkes in Köln

2010-ArbeitstagungVom 17.-19. September 2010 kam die erweiterte Leitung des Netzwerkes (11 Personen) zu jährlichen Arbeitstagung in Köln zusammen. Ein erster Entwurf des Haushaltsplanes 2011 wurde ebenso besprochen wie die Teilnahme im DEKT in Dresden vom 1.-5 Juni 2011. Im Frühjahr soll eine Briefkampage zur Unterstützung unseres Anliegens gestartet werden – mehr wird nicht verraten. Kann spannend werden.
Vom 11.-13. März 2011 findet unsere Jahrestagung in Heilsbronn bei Nürnberg statt. Thema:

“GEGEN  GEWALT  STEUERN
Zivilsteuer – Weg aus struktureller Gewalt?”