Wolfgang Steuer

Karlsruher Aufruf 2015 an die EKD

GEWALTFREI FÜR DEN FRIEDENArbeitsstelle Frieden Ev. Landeskirche Baden

„Wir bitten den Rat und die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) um die Weiterentwicklung ihrer friedensethischen Position im Sinne der aktuellen landeskirchlichen und ökumenischen Diskussionen. Die EKD braucht ein klares friedensethisches Leitbild zur Überwindung des Krieges. Die Bereithaltung, Androhung und Anwendung militärischer Gewalt wird nicht mehr kirchlich mitgetragen, auch nicht als äußerstes Mittel (ultima ratio), wie es in der EKD-Friedensdenkschrift 2007 vertreten wird. Dies entspricht der Nachfolge des auf Gewalt verzichtenden Jesus Christus. Die EKD möge sich in Gesellschaft und Politik für einen friedenspolitischen Wandel engagieren, weg von der gegenwärtigen, auf militärischer Stärke und Einsatzbereitschaft basierenden Sicherheitslogik hin zu einer friedenslogischen Politik, die auf gewaltfreie Konfliktbearbeitung und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung setzt. Wie die EKD-Ostdenkschrift von 1965 ein wichtiger Impuls für die dann einsetzende Ost-West-Entspannungspolitik war, könnte eine friedenslogische EKD-Denkschrift eine Neuorientierung in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik anregen und fördern.“

Wer mit dem Anliegen der Autoren des „Karlsruher Aufrufs 2015“ übereinstimmt, wird gebeten, die zum Download freigegebene Unterschriftenliste zu unterzeichnen bzw. weiterzuverbreiten.

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21.9.2015 – UNO-Tag des Friedens

Wie soll Frieden werden, wenn ‚die Mächtigen vom Krieg profitieren‘ (Zitat Papst Franziskus), wenn ‚diese Wirtschaft tötet‘, und allzu viele gut an Kriegen verdienen?

Die Ankündigung eines Buches von James Risen, der deutschen Übersetzung, mit dem Titel „Krieg um jeden Preis. Gier, Machtmissbrauch und das Milliardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror“ (z.B. bei eBook.de) hat mir wieder einmal vor Augen geführt, dass ohne eine Änderung des Bezahlsystems, das uns alle zu Knechten der Rüstungs- und Streitkräfte-Finanzierung macht, keine Besserung erreicht werden kann. Theoretische Appelle helfen da nicht, nein, wir müssen unsere Abgeordneten bewegen, sich für weniger Waffen und mehr gewaltfreie Friedenseinsätze zu entscheiden. Dann würden sie ihren Auftrag der verantwortungsvollen Vertretung im Parlament endlich erfüllen. Dafür müssen wir uns einsetzen!         Wolfgang Steuer

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Antikriegstag 2015

Auf eine Anfrage hin erhielt Jan van Aken von unserer Regierung folgende Auskunft: Im ersten Halbjahr 2015 wurden bereits Rüstungsexporte im Wert von 6,35 Mrd. Euro genehmigt. Dies sind fast ebenso viele wie im gesamten Jahr 2014 (6,5 Mrd. Euro)!
Wer verdient an diesen Exporten? Es sind vor allem die Mächtigen, die an Kriegen verdienen, hat Papst Franziskus im Gespräch mit Schülern festgestellt.
Hat diese Feststellung Konsequenzen?
Nein, denn viele Politiker sind in ihren Entscheidungen vom Erhalt ihrer Machtposition und Aussicht auf Nebeneinnahmen wie Unternehmensspenden abhängig statt von einem auf Frieden und Gerechtigkeit ausgerichteten Gewissen.
Mich hat die Nachricht schockiert, dass unsere Streitkräfte neue Gewehre bei Heckler & Koch bestellen, um das umstrittene G 36 dieser Skandalfirma („Tod aus Oberndorf“) zu ersetzen.
Ist der Friede in der Welt eine Illusion? Bei dieser Politik leider ja, meine ich.
Wolfgang Steuer

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Friedenssteuer beim Markt der Möglichkeiten

2015-06-04-PostkarteBeim Kirchentag in Stuttgart hatten wir einen Platz beim „Markt der Möglichkeiten“. Mit einer Postkartenaktion konnten wir über 120 Besucherinnen und Besucher gewinnen, an ihre jeweilige Landessynode zu schreiben (klick aufs Bild rechts).
Die Gespräche am Stand ließen eine große Bandbreite von „Bundeswehr, ja, auf jeden Fall nötig, das zahle ich“, bis hin, was die meisten sagten: „Ich unterstütze Euer Anliegen sehr.“ Die Möglichkeit, Steuern in voller Höhe, jedoch nicht fürs Militär zu bezahlen, stößt immer wieder auf viel positive Resonanz.
Wir werden sehen, wie die Landessynoden mit unserer Bitte umgehen. Es braucht sicher Vorort-Menschen, die nachfragen und das Thema weiter wach halten. Dies kann jede und jeder direkt tun. Die Aktion geht noch weiter – siehe www.friedenssteuer.de

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Friedenskette beim evang. Kirchentag in Stuttgart

Bilder von der Friedenskette

2015-06-06-FriedensketteVom Zentrum Frieden ging es los bis in die Innestadt, 1.500 Menschen bildeten am Sonnabend, 6. Juni 2015 um 5 vor 12 die Friedenskette. Wir protestierten für den Abzug der Atomwaffen aus Europa, gegen AFRICOM und EUCOM, deren US-amerikanische Kommandozentralen in Stuttgart stehen.
Bilder können in voller Auflösung bei Friedrich Heilmann bezogen werden.

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Friedenszentrum – Podiumsdiskussion

Bilder von der Diskussion

2015-06-04_Zentrum-FriedenDonnerstag, 4. Juni 2015, im „Zentrum Frieden“ Podiumsdiskussion
„Zahlen für den Krieg? Gewissensfreiheit contra Steuerpflicht
Keine Kriegsfinanzierung mit meinen Steuergeldern.“

Auf dem Podium saßen, v.r.:

  • Martin Hüfken, Militärseelsorger, EKD
  • Karen Hinrichs, Oberkirchenrätin, Evang. Landeskirche in Baden
  • Andreas Zumach, Journalist und Publizist
  • Dr. Thomas Nauerth, Theologe, Vorstand im Versöhnungsbund
  • Günther Lott, Apotheker, Militärsteuerverweigerer

Moderation:  Bettina Röder, Redakteurin bei Publik-Forum

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