Friedenssteuer beim Markt der Möglichkeiten

2015-06-04-PostkarteBeim Kirchentag in Stuttgart hatten wir einen Platz beim „Markt der Möglichkeiten“. Mit einer Postkartenaktion konnten wir über 120 Besucherinnen und Besucher gewinnen, an ihre jeweilige Landessynode zu schreiben (klick aufs Bild rechts).
Die Gespräche am Stand ließen eine große Bandbreite von „Bundeswehr, ja, auf jeden Fall nötig, das zahle ich“, bis hin, was die meisten sagten: „Ich unterstütze Euer Anliegen sehr.“ Die Möglichkeit, Steuern in voller Höhe, jedoch nicht fürs Militär zu bezahlen, stößt immer wieder auf viel positive Resonanz.
Wir werden sehen, wie die Landessynoden mit unserer Bitte umgehen. Es braucht sicher Vorort-Menschen, die nachfragen und das Thema weiter wach halten. Dies kann jede und jeder direkt tun. Die Aktion geht noch weiter – siehe www.friedenssteuer.de

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Friedenszentrum – Podiumsdiskussion

Bilder von der Diskussion

2015-06-04_Zentrum-FriedenDonnerstag, 4. Juni 2015, im „Zentrum Frieden“ Podiumsdiskussion
„Zahlen für den Krieg? Gewissensfreiheit contra Steuerpflicht
Keine Kriegsfinanzierung mit meinen Steuergeldern.“

Auf dem Podium saßen, v.r.:

  • Martin Hüfken, Militärseelsorger, EKD
  • Karen Hinrichs, Oberkirchenrätin, Evang. Landeskirche in Baden
  • Andreas Zumach, Journalist und Publizist
  • Dr. Thomas Nauerth, Theologe, Vorstand im Versöhnungsbund
  • Günther Lott, Apotheker, Militärsteuerverweigerer

Moderation:  Bettina Röder, Redakteurin bei Publik-Forum

Evang. Kirchentag in Stuttgart 2015

Das Netzwerk Friedenssteuer beteiligt sich wie in den vergangenen Jahren am evangelischen Kirchentag.

Markt der Möglichkeiten“
Stand ZH8-F14 (Zelthalle 8)

Besuchen Sie uns – machen Sie mit bei der Postkartenaktion an die
Synoden der evangelischen Landeskirchen.

„CPTI News“ am Start

Ende März hat eine CPTI-Konferenz in London stattgefunden, bei der beschlossen wurde, regelmäßig Nachrichten von und über CPTI zu versenden. Es solle kein regelmäßiger großer Rundbrief oder Bulletin sein. Besser seien Kurznachrichten per eMail. Dieser Service fängt jetzt an und wer diese Nachrichten – in englischer Sprache – gern bekommen möchte, kann Friedrich Heilmann ihre/seine eMail Adresse schicken. Versandt wird natürlich bcc (blind carbon copy), also mit verdeckter eMail-Adresse.

weltweiten Aktionstag gegen Militärausgaben am 13.4.2015

Am 13. April 2015 findet der diesjährige weltweite Aktionstag gegen Militärausgaben statt. Aus diesem Anlass hat das Netzwerk Friedenssteuer eine Pressemitteilung herausgegeben.
2015-04-12_PM-weltweiter-Aktionstag-Militaerausgaben

1280 Euro pro Sekunde für Militär und Krieg – Netzwerk Friedenssteuer fordert Umwidmung für zivile Konfliktbearbeitung

Aktuell werden in Deutschland gut 40 Milliarden Euro pro Jahr für militärische Zwecke ausgegeben. Darauf weist das Netzwerk Friedenssteuer anlässlich des heutigen, fünften, weltweiten Aktionstages zu Militärausgaben (Global Day of Action on Military Spending) hin. Weltweit sind es über 1700 Milliarden Dollar. „Diese enorme Summe fehlt dringend bei der Verwirklichung ziviler Methoden zur Konfliktbearbeitung sowie zur Bekämpfung weltweiter humanitärer Probleme wie Hunger oder mangelnder Bildung“, so der Vorsitzende des Netzwerks, Wolfgang Steuer. Es sei eine Illusion zu glauben, dass sich die zahlreichen aktuellen Konflikte militärisch lösen ließen. Statt den Verteidigungshaushalt auf einem unverantwortlich hohen Niveau zu halten, sei eine Umschichtung von Steuermitteln zum Ausbau von Methoden und Institutionen zur zivilen Konfliktbearbeitung im Sinne der vorsorgenden Außenpolitik erforderlich ….

mehr siehe PM, download oben.

Alternativer Ostermarsch in Bad Hersfeld

Unsere regionalen „klassischen“ Ostermärsche fanden am Ostermontag in Kassel und in Frankfurt statt (zu denen wir aufriefen). Da wir das aber schon seit 60 Jahren machen – mit sichtbar frustrierendem Erfolg -, haben wir uns dieses Jahr für einen „alternativen“ Ostermarsch entschieden.
(Einladung: 2015-04-04_Am-Samstag-vor-Ostern-Bad-Hersfeld).
Schon in der Vorbereitung merkte ich, wie er auf Anklang und Unterstützung traf. Der Klimabeauftragte machte am Samstag Dienst, der Kunstverein verlegte eine Ausstellungseröffnung auf die Zeit unserer Route … Die Zeitung schrieb sogar, „er wurde begeistert aufgenommen“ (obwohl es nur 25 Leute waren, die den ganzen Weg mitgingen).
Bad Hersfeld ist als eine der wenigen Städte Deutschlands Mitglied des Projektes „100%EE-Region„. Da gibt es einiges Positives zu berichten. Der Secandhand-Laden informierte über die Vorteile hochwertiger langlebiger und chemiefreier Textilien und erläuterte das solidarische Geschäftsmodell des Teams. Das Reformhaus überraschte mit der Fülle von Produkten, darunter auch welche aus der Region. Der Weltladen muss nicht besonders erklärt werden. Für sein vorbildliches Engagement hat er im letzten Jahr eine Auszeichnung der World Fair Trade Organisation erhalten. Vor dem Eine-Welt-Laden hatten attac, provieh und der Ökohof Oberrode Stände aufgebaut, eine Studentin verkaufte selbst gefertigte kreative Gebrauchstöpferei und der Kunstverein eröffnete in einer nicht mehr genutzten, voll ausgestatteten Metzgerei eine Ausstellung mit Tierportaits „Schau mich an!“ Gegenüber dem Weltladen befindet sich die Werkstatt Gerechtigkeit, Frieden und Umwelt der Arbeitsstelle PRAKTISCHE SCHRITTE, dem Kern des im Aufbau befindlichen Eine-Welt-Hauses Bad Hersfeld, in dem alle NGOs, die sich in der lokalen Agenda 21 engagieren, zusammenarbeiten. Der Osterspaziergang ging weiter zu einem fast 100jährigen Geschäft für alles rund um den Garten und zu einer 180jährigen Buchhandlung. Beide Geschäfte behaupten sich durch qualifizierte Beratung und durch die Solidarität der Hersfelder/innen gegenüber den Riesen Obi und Amazon…
Es war wunderbar, die Geschäftsleute persönlich kennenzulernen, die Notwendigkeit des Zusammenhalts einer Gemeinschaft so klar zu erkennen. Wir hoffen, dass diese Form konstruktiver Erkundungen und und Anregungen zum Engagement sich ausbreitet und von unten eine Friedenskultur schafft, die schließlich die Gewaltkultur eines Tages abwählt. Wir hoffen, dass es schneller geht als die verdammt langen 65 Jahre der klassischen Ostermärsche!

Nachahmer berate ich gern!
Michael Held
Arbeits- und Koordinierungsstelle
PRAKTISCHE SCHRITTE
für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Simon-Haune-Str. 15
36251 Bad Hersfeld
Tel.06621-620186 Fax: -65645
e-Mail: A-P-S@gmx.de

Ostermärsche 2015

Bei den diesjährigen Ostermärschen waren Friedenssteuer-Leute dabei und manche haben fotografiert.
2015-04-04_Bielefeld14. April in Bielefeld: Beim eigentlichen Marsch durch die Innenstadt nahmen etwa 200 Personen teil, bei der Abschlusskundgebung mit Informationsständen kamen etwa 50 Personen hinzu.
Zentrale Forderungen im Aufruf waren:
2015-04-04_Bielefeld2Verbot von Rüstungsexporten und Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Güter
Konflikte zivil lösen – Frieden ist nur mit Russland möglich!
120 Jahre Truppenübungsplatz sind genug! Bundeswehr raus aus der Senne!
Von NRW und der Senne muss Frieden ausgehen!

2015-04-04-Ostermarsch14. April in Rostock-Warnemünde: ca. 25 Personen. Der Weg führte zum Robben-Forschungszentrum, in dem auch Tierforschungen zur militärischen Nutzung betrieben wird. Das 2015-04-04-Ostermarsch2Rostocker Friedensbündnis organisierte 2015-04-04-Ostermarsch3den Marsch. Nach der Abschlußkundgebung fanden sich noch einige zum Weg auf die Westmole. Wir fanden viel Aufmerksamkeit bei den Touristen am Karsamstag, die zu Hunderten am Alten Strom aud auf den Molen flanierten.
Aus dem Aufruf:
Schluss mit der Militarisierung von Stadt und Region!
Krieg darf nicht Mittel der Politik sein!
Kein neuer Kalter Krieg!
Für eine friedliche Lösung der Ukrainekrise!

2015-04-06_Ostermarsch2In Gardelegen führte der Ostermarsch am Ostermontag, 6.4.2015, zur Gedenkstätte Feldschneue Isenschnibbe unter dem Motto „Antimilitarismus ist eine Tugend“. Hier fand am 13. April 1945 ein Massaker an über 1.000 Häftlingen aus verschiedenen Konzentrationslagern, die sich vorher auf Todesmärschen befanden. An der Feldscheune gab es eine Gedenkkundgebung und eine Andacht. An den 2015-04-06_Ostermarsch41016 Gräbern wurden Osterglocken niedergelegt. Nach dem Marsch in die Innenstadt mit Stationen an Stolpersteinen für die ermordeten jüdischen MitbürgerInnen gab es auf dem Rathausplatz die Abschlusskundgebung und den Missbrauch der Colbitz-Letzlinger begann 1935 mit der Einrichtung der Heeresversuchsstelle Hillersleben. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, der somit auch hier 2015-04-06_Ostermarsch3vorbereitet wurde, stand das Massaker von Gardelegen. Heute setzt die Bundeswehr die Tradition der militärischen Nutzung mit dem Truppenübungsplatz „Altmark“ und dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres fort. Derzeit wird für über 100 Mio. € die Übungsstadt „Schnöggersburg“ gebaut. Da zeigt es, wie wichtig das Netzwerk Friedenssteuer ist, welches nach Möglichkeiten sucht, den Geldhahn für die 2015-04-06_Ostermarsch1Rüstung zuzudrehen. Insgesamt waren 5 Menschen vom Netzwerk unter den etwa 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Gardelegen. Kultureller Höhepunkt des diesjährigen Ostermarsches war der Auftritt der Gruppe „Die Grenzgänger“, die Lieder aus der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs zu Gehör brachten.

Der Ostermarsch 2015  in Nürnberg stand unter dem Motto “Sag’ NEIN zum Krieg !
2015-04-06_Nuernberg22015-04-06_NuernbergEr fand am Ostermontag, 06.04.2015 um 15:00 Uhr vor der Lorenzkirche statt.
Knapp 1.000 Menschen kamen zur Abschlusskundgebung.
Es sprach Dr. Eugen Drewermann.

 

CPTI Konferenz 2015 mit gutem Ergebnis

2015-03-29_CPTI-Konferenz-aAm Sonnabend/Sonntag, 28./29. März 2015, fand in London eine kleine, aber feine CPTI-Tagung statt. Aus sechs Ländern waren 15 Teilnehmende angereist, drei aus den USA, je einer aus Norwegen, Dänemark und der Schweiz, sechs aus England und drei vom deutschen Netzwerk Friedenssteuer. In drei Schritten wurde ein Arbeitsplan für die nächsten drei Jahre bis 2017 erarbeitet. Dazu gehört ein AG Public Relations, die u.a. ein neues CPTI-Faltblatt erstellt. Ebenso soll eine funktionierende Kommunikation incl. Kurznachrichten zwischen den nationalen Friedenssteuerorganisationen aufgebaut werden, was 2017 in eine nächste Internationale Konferenz münden soll. Dazu gehört auch der weitere Ausbau der CPTI-Internetpräsenz. Mehrere Personen wollen Kontakt herstellen bzw. pflegen zu anderen Friedensorganisationen wie Pax Christi International, QCEA, WRIIFOR und zu CoNGO (the voice of NGOs with the UN).
Dem Vorstand gehören vier Personen an: Dietmar Czerny (Vors.), Milena Romero (stellv. Vors.), Robin Brookes (Schatzmeister), Friedrich Heilmann (Vorstandssekretär und Kontakt).

Noch ein Grund, keine Militärsteuer zu zahlen

Meldung am 18.3.2015 im Nordmagazin des NDR:
Über Rostock sei am Tage ein Flugzeug gekreist, zu dessen Identität weder der zivile Flughafen in Laage noch die LUFTWAFFE eine Angabe haben machen könne. Es soll eine „Lockheed“ gewesen sein, die zur Seeaufklärung benutzt wird.
Der Militärflughafen Laage liegt ca. 30 südlich von Rostock und beherbergt das Jagdgeschwader 73, das erste Geschwader der Luftwaffe, das mit Eurofightern ausgerüstet wurde. Die Startbahn und einige Rollbahnen werden auch zivil vom Flughafen Rostock-Laage mitgenutzt, die zivilen Einrichtungen sind südlich außerhalb des Sicherheitsperimeters des Fliegerhorstes. (aus Wikimapia)
Ca. 20 km nördlich von Rostocks Innenstadt liegt der Marinestützpunkt Warnemünde mit dem 7. Schnellbootgeschwader und dem 1. Korvettengeschwader. (aus Wikipedia)
 KEIN GELD DEM MILITÄR! Wozu auch?
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Nachtrag am 19.3.2015 im Nordmagazin:
Das Marinekommando Rostock teilte mit, dass dies ein Seeaufklärer für die U-Bootjagd gewesen sei … – über der Rostocker Innenstadt!

Gewissensfreiheit contra Steuerpflicht – epd Doku

2014-05-20_epd-Doku-TitelblattDie epd-Dokumentation von der Tagung zum Thema ist erschienen und kann bestellt werden (klick auf die Bilder):
„Zahlen für den Krieg? – Gewissensfreiheit contra Steuerpflicht. Militärsteuerverweigerung als rechtliches Problem im demokratischen Steuerstaat“.
epd-Dokumentation Nr. 20/2014, herausgegeben vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, 76 Seiten, wird von uns für 2,90 € plus Portokosten abgegeben. Zu bestellen bei  Martin Rambow. Read more

Dirk Panhuis gestorben

2015-02-16_Dirk-PanhuisAm Montag, 16. Februar 2015 ist Dirk Panhuis, der langjährige Sekretär des internationalen Friedenssteuervereins CPTI (Conscience and Peace Tax International), gestorben.
Anzeige (pdf): 2015-02-16_Panhuis-Dirk
Bilder mit Dirk sind hier zu sehen.
Dies ist eine Bilderauswahl, die ihm als Fotobuch Anfang 2013 als Dank für seine Arbeit als CPTI-Sekretär überreicht wurde.
In Dankbarkeit und Trauer nehmen wir Abschied.